Donnerstag, 20. Dezember 2007

Glauben?

Wenn man sich in der Welt umschaut, stellt man sich berechtigterweise die Frage nach Sinn und Unsinn, ja: Gefahr der Religion. Wir leben in einer Ära, in der fundamentalistische Ideologien über Leben und Tod ganzer Völker bestimmen.Der islamistische Fundamentalismus ist uns allen da ein Begriff.Und auch die katholische Kirche hat sich in den letzten zwei Jahrtausenden nicht gerade mit Ruhm bekleckert, ganze Völker gehen auf ihr Konto.

Aber auch im Kleinen, in den Köpfen des "einfachen" und "normalen" Menschen sind die verhehrenden Ausmaße des Treibens sogenannter Religionen erkennbar und äußert sich bisweilen in absoluter Realitätsferne. Dieser Aspekt ist spätestens bei der Betrachtung verschiedener, sogenannter "Sekten" zu erkennen.

Nach einigen Jahrtausenden der Erfahrung und der Entwicklung, mit all unseren gewonnenen Fähigkeiten, stellt sich uns die Frage: "Was hat uns die RELIGION gebracht, wenn Milliarden dafür sterben mussten oder ein Leben jenseits der Realität führen?"

Richtig! Was hat uns RELIGION gebracht?

Denn DAS, lieber Leser, ist die entscheidende Frage!Meines Erachtens stellt sich nicht die Frage nach Sinn und Unsinn des Glaubens als solchem, sondern mehr nach dem, der Religionen.Jede Religion ist eine institutionalisierte Organisation mit vorrangig Macht (und damit Finanz ;-) ) orientierten Interessen. Die Gefahr liegt nun in dem Zweck, den die Machthaber innerhalb religiöser Systeme verfolgen. Und hierzu bedienen sie sich allzu gern des Stilmittels dogmatisch-hierarchischer Strukturen, die es ihnen erlaubt jedwedes Ziel mit strafenden oder, je nach Belieben und Wirksamkeit, lohnenden Göttern zu legitimieren.

Aber macht dies auch den Glauben gefährlich? Oder gar kontraproduktiv in heutiger Zeit?Ich denke nicht! Ganz im Gegenteil: Glauben, das Sich-Besinnen auf sein Innerstes, hat nie größere Notwendigkeit erfahren, als zur heutigen Zeit!Gerade nach all den Erfahrungen, die wir mit Religionen gemacht haben, sozusagen fremdbestimmt und misbraucht, sollte der Mensch das Zepter selbst in die Hand nehmen und nach seiner Gesinnung, seinem Sinn, seinem Sein zu fragen.
Hierbei stösst er in Bereiche vor, die weit jenseits seiner gewöhnlichen Erfahrungsebene liegen und mit empirisch erfassbaren Daten nicht zu erklären sind. Und immer wieder stellen die Menschen hierbei fest, dass sie genau auf den Punkt zurückkommen, der sich so schwer erklären lässt, ja, der so unfassbar ist. Manche nennen diesen Punkt Gott, andere das Universum. Wieder andere sagen Allah, der Zeitlose, die Unendlichkeit, der Ursprung, egal, welchen Namen wir zu geben versuchen, wir werden "Es" nicht beschreiben können, erklären können, erfassen können.

Nein, auch nicht fotografieren oder mit dem Hubble-Teleskop auspähen. Lasst es! Versucht es erst gar nicht! DAS wäre sinnlos.Und all das "Unbeschreibliche" in Erfahrung zu bringen wird durch eine FÄHIGKEIT ermöglicht: dem Glauben.

Wo wären wir, wenn er untergeht?

1 Kommentar:

KLOORESDIPPCHEN hat gesagt…

Hallo Davoice.
Freut mich sehr, hier von Dir gelesen zu haben und auch, dass ich hier dann die Möglichkeit haben werde, DEINE Blogs weiter zu verfolgen.

Auch hier hast Du mal wieder einen sehr interessanten Beitrag verfasst. Ich werde noch ein bisschen darüber nachdenken müssen und dann vielleicht kommentieren.

Liebe Grüsse an Dich.