Montag, 20. Juli 2009


Eigenverantwortung ist keine Entscheidung

In den letzten Jahrzehnten erwachte im Menschen immer mehr das Bewusstsein für die Eigenverantwortlichkeit, was sich zunächst in einer Überbetonung der Eigenbestimmung äußerte und bisweilen in purem Individualismus endete, und heute zunehmend Ausdruck in den Reglementierungen unserer Systeme finden. Die Eigenverantwortung wird institutionalisiert.

So weit so gut!

Dieser sehr geraffte Abriss bezeichnet einen wichtigen Schritt im menschlichen Wachstum. Es bedeutet eine unabdingbare Notwendigkeit, Eigenverantwortung zu übernehmen und Eigenverantwortlichkeit zu lehren und vor allem zu leben. Letzten Endes liegt diese ja am Ende aller Überlegungen über eigene Geschicke, wie sie verliefen und wie man sie in der Zukunft gern realisiert sähe. Am Ende nämlich stellen wir fest, dass jeder für sein Schicksal und das seiner Umgebung selbst verantwortlich ist. Beide stehen in direktem Bezug zueinander und bedingen sich gegenseitig. Und wer verantwortungsvoll mit seiner Umwelt umzugehen weiß, wird dies auch auf sich selbst beziehen können.

Wie erreicht man ein Bewusstsein für Eigenverantwortung?

Zum einen ist es wichtig, dass der Mensch Konsequenzen kennenlernt. Wer das Ursache-Wirkungsprinzip in manchen Situationen nicht kennt, ist wahrscheinlich hinterher etwas ernüchtert aus dieser Szenerie erwacht. Einmal begriffen, weiß man im Vorfeld, basierend auf mannigfaltigen Erfahrungen der verschiedensten Ebenen, welche Entscheidung zu treffen ist, um möglichst positive Ergebnisse zu erzielen.
Zum anderen braucht der Mensch eine Erfahrungsvielfalt an Informationen, um solcherlei Entscheidungen treffen zu können. Diesen Auftrag haben für gewöhnlich in frühen Jahren des Menschenlebens die Eltern, die Lehrer und Ausbilder, die Entscheidungsträger generell. Dass es etwas verfrüht wäre, von einer 13jährigen ein Höchstmaß an Verantwortung zu erwarten, steht, glaube ich, außer Frage.
Genügend Information gesammelt und die nötigen Fähigkeiten zum Nutzen dieser antrainiert, kann der Mensch fortan selbstbestimmend und vor allem eigenverantwortlich durchs Leben schreiten. So sieht es auch das Gesetz vor, indem man mit 18 Jahren voll-mündig ist und haftbar für jeden Fehler den man von nun an begeht.

Und wie sieht es in der Praxis aus?

Nun ja, verstanden haben das im Prinzip die meisten. Vor allem, wenn es darum geht einen Schuldigen zu finden, dem die Verantwortung zuzuschreiben ist. Dieser wiederum sieht sich oft als Opfer widriger Umstände, für die er allein nicht verantwortlich zu machen sei. Womit er vermutlich Recht hat. Manche in seiner Umgebung hatten vielleicht vergessen, dass sie über die Eigenverantwortung hinaus auch eine Verantwortung für ihre Umwelt besitzen und haben somit eventuell dessen Entwicklung negativ beeinflusst. Vielleicht aber ist es auch eine simple Ausrede, denn die Entscheidungen traf er selbst.
Wenn es darum geht, sich selbst als Schuldigen betrachten zu müssen, fällt es einem meist schwer, seine Umwelt in diese Betrachtung nicht mit ein zu beziehen. Auch hier mag das zutreffen, auch hier gab es vielleicht widrige Einflüsse, vielleicht aber ist es nur mal wieder das falsche Ego, dieser Hund, der sich mal wieder von allem reinwaschen will, sich herausputzt und seinen imposanten Tanz aufführt, zu dem alle sein Lied singen sollen. Wer weiß...
Und, wenn es darum geht, sich als Opfer sehen zu müssen, fällt es uns hingegen im Gegenzug schwer, eine gewisse Eigenverantwortung erkennen zu können. Und das, obwohl erwiesenermaßen nichts ohne eigenes Zutun geschieht.
Wir sehen, Eigenverantwortung ist tatsächlich nicht trennbar von der Verantwortung für seine Umwelt. Lediglich eine allzu stark egozentrische Sichtweise, verhindert eine klare Sicht auf die Verhältnisse. Es herrscht keine durchgehende Klarheit über die Eigenverantwortlichkeit und ihre Natur. Wie oben beschrieben, wird sie je nach Blickwinkel mal so, mal so betrachtet und gewichtet.
Somit lässt sich dieses Phänomen auch mal so und mal so für gewisse Zwecke benutzen. Je nach Bedarf lässt sich das Gewicht der Eigenverantwortung mal etwas mehr nach hier und ein anderes mal etwas mehr nach da verschieben. Immer entsprechend des Zweckes, der verfolgt wird.

Und was ist passiert?

Es ist ein nicht übersehbares Phänomen unserer Zeit, dass die Heranbildung einer Individualität in purem Individualismus endete. Ein Individualismus auf sehr egozentrischer Basis. Mit allen "Errungenschaften" der Neuzeit wurde der Mensch zusehend auf diese Sichtweise gestoßen. Das eigene Bedürfnis steht in allen Bezügen im Vordergrund, Selbstlosigkeit wird belächelt und ist in den meisten Bereichen "unproduktiv und ineffizient". Die Gruppe dient dem eigenen Aufstieg, der Verein dem eigenen Wohlstand, die Partei den eigenen elitären Interessen. Alles demokratisch legitimiert durch das Leistungsprinzip und liberale Märkte.
Es besteht auch keine Veranlassung, daran was zu ändern. Diese Form des Individualismus lässt die Kassen klingeln, nicht zuletzt weil sie durch Markenprodukte und Produkte des Lifestyles zum Ausdruck gebracht werden.
Wir wissen auch, dass massenweise Produkte auf dem Markt sind, dessen Gebrauch schädlich für sich und seine Umwelt sind. Und hier beginnt die Krux: Wer ist verantwortlich? Der Produktgeber oder der Produktnehmer durch den Gebrauch?
In vielen Bereichen mag dieser Sachverhalt klar geregelt sein, in anderen herrscht eine heillose Verwirrung darüber. Ich meine: streng genommen machen unsere deutschen Gerichte den ganzen Tag nichts anderes, als hierüber ein Urteil zu fällen.
Nun heißt Recht haben noch lange nicht, dass man Recht bekommt. Und wer übernimmt hierfür die Verantwortung?

In den Vereinigten Staaten hat diese Verwirrung (oder sollte man sagen dieser Wahnsinn?) solche Ausmaße angenommen, dass man auf Mikrowellen darauf hinweisen muss, keine Haustiere darin zu trocknen. Und dies, weil irgendein Hirni seinen kleinen Hund nach dem Baden in der Mikrowelle trocknen wollte. Er bekam vor amerikanischem Gericht Recht mit der Begründung, der Hersteller hätte auf diese Gefahren hinweisen müssen. Hierzulande schütteln wir (noch) die Köpfe darüber.
Doch lassen sich auch in unseren Landen hin und wieder Eigenartigkeiten in der Auffassung von Eigenverantwortlichkeit erkennen. Speziell in politischen Fragen, und dort vor allem in den sozialen Bereichen, lässt sich bisweilen erkennen, dass man widerstreitende Auffassungen besitzt. Ohne lange Ausführungen möchte ich da auf die Arbeitslosigkeit und die Altersvorsorge verweisen. Aber auch an das gesamte soziale Netz. Überall wird bewusst und beliebig mit der Eigenverantwortung gespielt. Wie ein Stein in der Zwickmühle mal hierhin, mal dorthin geschoben. Natürlich immer mit den passenden Argumentationen und statistischen Erhebungen und Einschätzungen von Experten.
Selten werden die Zusammenhänge in ihrer Komplexität betrachtet und entsprechend ihrer Wirkungskraft gewichtet. Meistens werden Sachverhalte aus einseitigen Blickwinkeln betrachtet, die letzten Endes nur eigenen Interessen dienen und somit fragwürdig sind, was das Bewusstsein für Eigenverantwortung angeht. Denn diese ist ja mit der Verantwortung für seine Umwelt verknüpft.

Ich möchte ein kleines Beispiel anbringen: Wenn, wie letzztens Nokia, ein Unternehmen sich entschließt, in einem Billiglohnland in Zukunft produzieren zu wollen, ist dies ein legitimer Vorgang in unser wirtschafts- und vor allem gewinnorientierten Welt. Darunter müssen nun aber Tausende leiden, die nun plötzlich auf der Strasse stehen, deren Kinder somit nun am untersten Ende der Kette angelangt sind, ja: deren Ehen zerbrechen, von denen manch einer Selbstmord begeht, dessen Tochter das niemals verkraften kann und mit 18 auf einer Bahnhofstoilette mit einer Nadel im Arm tot aufgefunden wird. Okay, ist eine ersponnene Geschichte, aber vielleicht traurigerweise irgendwann einmal genauso wahr, weil vorstellbar. Und das noch unterstützt mit Millionen-Subventionen, also Steuergeldern, die wir zahlten.

Wer trägt da die Verantwortung für?

Nokia? Weil sie nach Rumänien gingen und völlig "normale" Globalisierungsmöglichkeiten nutzten und Gelder kassierten, die ihnen zugesprochen wurden?
Oder das Land, dass es auch noch mit Millionen unterstützte, vielleicht nicht zuletzt um Wählerstimmen, angesichts der Jobschaffung, zu gewinnen und dabei "vergessen" hatte, Bedingungen ordentlich festzuhalten, um sich hinterher genauso entrüstend, wie zuvor begeistert, noch einmal in Szene zu setzen?
Oder sind die Nokia Mitarbeiter vielleicht schuld? Die Rumänen jedenfalls arbeiten billiger! Hätten ja woanders arbeiten können.
Die Komplexität der Zusammenhänge und die Systematik der Reglementierungen lassen hier keine klare Möglichkeit eines Urteils! Man kann es so oder so sehen, je nachdem welche Richtung man verfolgt.

Woran mag das liegen?

Nun, wenn alle Entscheidungsträger, die mit der Zuweisung von Verantwortlichkeit so leichtfertig und willkürlich umgehen, bleibt es logischerweise nicht aus ebenso mit der Eigenverantwortlichkeit zu verfahren. Es wird so getan, als sei Eigenverantwortlichkeit eine Sache, zu der man sich nur einmal zu entscheiden bräuchte. Man kennt sie die Sprüche: "Mensch Junge! Jetzt zeig aber mal ein wenig Verantwortung!". Fast so, als könne man sagen: "Okay, dann will ich mal nicht so sein. Ab heute bin ich eigenverantwortlich!".
Eigenverantwortung hat direkt mit dem eigenen Bewusstsein zu tun. Hierzu kann man sich auch nicht entscheiden, das erwirbt man sich. Eigenverantwortung in ihrer Einheit mit Verantwortung für die Umwelt ist ein Lernprozess, ein Entwicklungsprozess.
Und wenn dieser Prozess durch beschriebenen Individualismus, ja: Egoismus gestört wird, entstehen nutzbare Zweifel und Differenzen, die sich je nach Geschmack auslegen lassen. Hält man dann ganze Wirkungsketten im Dunkel, lassen sich Eigenverantwortlichkeit wunderbar als Waffe einsetzen. Da kann man dem Volk ganz schnell mal die Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge verkaufen, obwohl er Jahrzehntelang Zigtausende Euro in die Kassen stopfte. Oder private Zusatzversicherungen, bevor man seine Nahrung nur noch püriert zu sich nehmen kann. Oder, um einen würdigen Lebensabend zu erleben und nicht sediert und sabbernd, wundgelegen und misshandelt in irgendeinem verantwortungslosen Seniorenheim zu landen, wenn man sich das überhaupt leisten kann.
Ohne Probleme wird aber auch genauso nach oben gewiesen mit dem Finger. "Die da oben müssen da mal was machen!"
"Recht so!", denken die, "Solange ihr nicht wisst, was wirklich in eurer Eigenverantwortung liegt und was in unserer, können wir die Bedingungen je nach Zweck mal hierhin und mal dorthin schieben!"
Und siehe da: Es funktioniert wunderbar! Eigenverantwortung wurde instrumentalisiert. Eigenverantwortung ist somit willkürlich diktierbar. Ich erinnere an die Mikrowellen-Story weiter oben.

Eigenverantwortung ist keine Entscheidung und auch keine Verhandlungssache! Eigenverantwortung ist Teil des Bewusstwerdungsprozesses!

Es wäre uns allen gut geraten, dies zu erkennen. Zumindest jenen, die sich nicht länger diktieren lassen wollen, die sich nicht länger dem Irrtum hingeben wollen, Verantwortung könne gesetzlich geregelt werden. Ihr wisst: Recht haben heißt nicht recht bekommen!
Es ist wichtig die Gesamtzusammenhänge in großen Bereichen erfassen zu können, um Entscheidungen darüber fällen zu können, was in der Eigenverantwortung liegt und was in der Verantwortung anderer. Wenn nun vieles nicht gewusst wird, also nicht bewusst ist, könnte eine Einschätzung sehr fehlerhaft aussehen. Könnte es unter anderem daran liegen, dass man uns viele Zusammenhänge vorenthält? Dass man Einstellungen instrumentalisiert, um Zweifel und Irrtum aufrecht zu erhalten?
Darüber sollte man sich mal bewusst werden, wie es wirklich ist in seiner Gesamtheit. Dazu kann man sich nicht entscheiden!

Freitag, 3. Juli 2009


Globales Gefängnis

Wir stellen fest, dass Privatisierungsbestrebungen in allen Bereichen erkenntlich sind. Ein bisschen weniger Staat hier und dort ist im Grunde genommen gar nicht schlecht, wenn man die Selbstregulierungskräfte des freien Marktes berücksichtigt. Unter diesem Aspekt, nämlich dem der freien Marktwirtschaft (ist sie das wirklich? Denkt mal genau darüber nach!) wird uns die fortschreitende Privatisierung auch verkauft. Dies ist allerdings nur gewährleistet, wenn eine entsprechende Vielzahl privater Kräfte am Markt beteiligt sind. Dann nämlich seid IHR erst in der Lage, mitzubestimmen, wieviel ihr für was bezahlen wollt und welche Produkte auf den Markt kommen und welche dort auch Bestand haben. Dann erst kann man von einer Demokratie reden, denn in einer Demokratie bestimmt das Volk, nicht der Herrscher, nicht die Wirtschaftsbosse!

Denn worin liegt die Gefahr zunehmender Privatisierung ehemaliger rein staatlicher Aufgaben?

Im Preisdiktat! Und darüber hinaus und wesentlich essentieller auch in der Einflussnahme der Industrie auf die Politik. Denn letzten Endes bestimmen dann nicht wir, welches Produkt (ja, auch Sozialleistungen sind Produkte) in welcher Form auf den Markt kommt. Nicht wir bestimmen die Modalitäten. Nicht wir richten dann unser Leben aus.

Jede Form der Freiheit wird dann zunehmend illusionär!

Wir werden versklavt!
Oh, ich höre einige schon vehement widersprechen. Und das ist gut so! Ich wünsche mir jemanden, der in der Lage ist, mir zu beweisen, dass meine Ansichten verrückt sind. Dann ist die Welt nämlich in Ordnung!
Nun, da ich bezweifle, dass dies passiert, und wenn jemand unter euch auf den gleichen Schluss kam/kommt, dann macht euch klar, dass nichts, aber auch gar nichts in dieser Welt in Ordnung ist und, dass wir auf dem besten Weg sind in totalitärere Zeiten zu gelangen, als es jede diktatorische Herrschaft auf diesem Planeten jemals war.

Es ist nicht der vielbescholtene Kapitalismus, der uns in diese Misere führt, was vielerorts fälschlicherweise so angenommen wird. Denn Kapitalismus sagt im Prinzip etwa: "Sorge dafür, dass es deinem Nachbarn gutgeht und dann geht es dir gut."
Denn nur, wenn mein Nachbar genügend Kapital besitzt, ist er in der Lage mir etwas abzukaufen.
Wir leben auch keinesfalls in einem kapitalistischen System, oh nein! Hör ich da schon wieder jemanden protestieren? :-)
Ich war lange auf der Suche, bis ich den Begriff fand, mit dem man den derzeitigen Zustand des Systems beschreiben könnte und fand ihn in einer wirtschaftlichen Abhandlung: den Debitismus! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie ich mich vor Lachen bog, angesichts der Einfachheit dieses Wortes für den Umstand den ich zu erfassen suchte!
Der Debitismus ist, einfach ausgedrückt, ein wirtschaftliches System, dass auf Zahlungsversprechen aufgebaut ist. (Ihr erinnert euch an meinen letzten Blog?) Also darauf, dass es jemandem schlechter geht, als mir, da er mir was schuldet.

Durch die Schaffung immer größerer Anteile an Falschgeld durch Staat und Banken mittels immer neuer Zahlungsversprechen, mit denen sie zum Teil auch Schulden bezahlen (Schulden mit Schulden bezahlen! Ich hoffe ihr erkennt den Wahnsinn...), sinkt der Wert. Da es sich bei dem Geld der Banken um Buchgeld handelt(man könnte auch sagen: Falschgeld, da eine Gegenleistung noch nicht einmal beabsichtigt ist), sind wir also gezwungen immer mehr zu leisten.
Denn wer erbringt denn die Gegenleistung für das Buchgeld? Richtig! Ihr! Und wenn der Wert sinkt, müsst ihr mehr erbringen. Logisch, oder?

Aber was heisst das nun?

Banken und Staat sind gezwungen immer mehr Geld in den Markt zu pumpen, um dem Verfall entgegenzuwirken. Der Staat leiht sich das Geld bei den Banken, indem er Staatsanleihen auflegt. Staatsanleihen sind Zahlungsversprechen des Staates mittels zukünftiger, noch nicht erbrachter Leistung. Die Bank selbst schöpft das Geld aus Buchgeld, das bekanntlich auch keine Gegenleistung beinhaltet. So kommen jährlich Milliarden Euro, Dollar, Yen auf den Markt. Wir haben zur Zeit etwa das 80fache der Geldmenge, die zur Abwicklung des Welthandels von Nöten wäre!!
Und immer wieder ist zu beobachten, dass bei wirtschaftlichen Krisen dieser Umstand zunimmt. Und wieder hält sich die Geschichte für eine kurze Zeit.

Aber irgendjemand muss für dieses Geld doch eine Leistung erbringen, sagt ihr?
Oh ja! Versteht ihr nun die Misere? Ihr seid die einzigen, die eine Leistung erbringt! Immer mehr. Jahr für Jahr.

Daher ist die einzige derzeit wirklich extrem wichtige Privatisierung die des Geldmarktes mittels frei verfügbarer Waren. Am Besten mit stabilem Wert. Das können verschiedene Waren sein oder ein ganzer Warenkorb. Oder vielleicht eine einheitliche Ware: Edelmetall! Damit haben wir lange Zeit gute Erfahrungen gemacht, bis das Wertschöpfungsmodell mittels "Fiat Money" entdeckt wurde. Geld muss wieder warengestützt sein, so wie es ursprünglich mal der Fall war. Gold und Silber funktionieren wunderbar auch ohne staatliche Regulationsmechanismen. Wenn kein Staat, keine Bank mehr diesen Wahnsinn vorantreibt, weil die Selbstregulierungskräfte des Marktes den Erhalt des Wertes bestimmen und nicht mehr die Menge an Falschgeld, die produziert wird, weil eine mistrauenswürdige Währung niemand akzeptieren würde, könnte eine weltweite Versklavung unterbunden werden.

Denn, schreitet die Privatisierung staatlicher Aufgaben fort, wie ganz besonders in der Gesundheitspolitik zu beobachten, und ist der entsprechende Sektor in der Hand von wenigen großen Unternehmen, na, was glaubt ihr werdet ihr in Zukunft essen? Welche Therapie werdet ihr in Zukunft erfahren, wenn ihr krank seid?
Richtig! Die, welche den wenigen Unternehmen den meisten Profit verspricht!!

Was passiert wohl, wenn die Gesundheit gänzlich in den Händen des Profits liegt? Die Bildung? Das soziale Netz? Die Versorgung? Euer LEBEN????

Esst ihr dann wirklich noch, was euch gefällt? Kriegt ihr die Therapie, die EUCH hilft? Haben eure Kinder eine gerechte Chance auf Bildung? Wie sieht es mit eurem (Oh Gott: unproduktiv!) Lebensabend aus?
DÜRFT IHR LEBEN???

Klingt das zu paranoid?

Mist! Für mich nicht! Ich versuche es seit Jahren! Ich komm immer wieder auf das gleiche Resultat. Und ich kann verstehen, wenn sich Protest in Euch heben sollte! Mir gings nicht anders. Mit vielen Faktoren konfrontiert sträubte sich alles in mir, das zu erkennen. Welch übles Spiel tatsächlich stattfindet, wie es verkauft wird, wer dahinter steckt, welche Motive damit verbunden sind, das alles war Wahnsinn! Das KANN nicht sein!

Könnt ihr das nicht auch intuitiv spüren?

Ich bin mir bewusst, dass ich viele wichtige Bereiche hier nur streifen konnte und manches vielleicht noch näher spezifiziert werden müsste, aber ich will euch nicht überzeugen, ich möchte, dass ihr darüber mal SELBER denkt!

Und hört auf eure innere Stimme, nicht auf die Lehrbücher und Dogmen mit denen ihr konditioniert wurdet, wenn ihr darüber nachdenken wollt.

Montag, 29. Juni 2009

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel


Nach dem Spiel ist vor dem Spiel


Anknüpfend an meinen Artikel "Das Große Spiel" möchte ich mich einer Frage widmen, die mir bezüglich dieses Themas gestellt wurde: Was ist, wenn der Mensch alle Manipulationen durchschaut hat, das Selberdenken zu seinen Eigenschaften machte, die Initiatoren des Spiels demaskiert hat? Wie geht es dann weiter?

An dieser Stelle kam mir die Frage in den Sinn, ob dahinter vielleicht genau die Angst des Menschen stecken könnte, nicht zu wissen, was danach kommt. Entschließt er sich deshalb ein halbblindes Leben zu führen, weil er essentielle Umwälzungen scheut, die seine bisherigen Konzeptionen bedrohen könnten? Weil er keine Autorität mehr erfahren kann, die ihm auf direktem Wege sagt, wo es lang geht? Weil er fortan selbstverantwortlich durchs Leben schreiten müsste? Weil es keinen Schuldigen mehr gäbe, außer sich selbst?

Nichtsdestotrotz bleibt es eine interessante Frage, deren Hintergrund zunächst mal beiseite geschoben werden soll. Interessant deshalb, weil sie einen tatsächlichen Aspekt anspricht, der es wert ist betrachtet zu werden.
Bei all unseren Gedanken zum Großen Spiel und der damit einhergehenden Skepsis über die wahren Absichten der Puppenspieler, zusammen mit dem Bestreben diesen Fängen zu entkommen, machen sich offensichtlich tatsächlich wenige Menschen Gedanken darüber, wie es danach weitergeht. Wie soll eine eventuelle Gesellschaftsform strukturiert sein? Welchen Leitlinien (nicht zu verwechseln mit den Spielregeln des Großen Spiels!) bilden den Rahmen dieser Gesellschaft? Womit werden bisherige Systeme ersetzt? Wodurch kennzeichnen sich dann menschliche Ambitionen? Was bedeutet es für die individuellen Erfahrungsebenen?

Alles hochinteressante Fragen, die sich einem da auftun. Fragen schreien gewissermaßen nach einer Antwort, so auch diese. Doch irgendwie bin ich der Überzeugung, daß die Beantwortung der Frage sich zum heutigen Zeitpunkt nicht zufrieden stellend einrichten lässt. Ja, ich bin mir fast sicher, daß eine Antwort erst umfassend gegeben werden kann, wenn es soweit ist!
Und doch lohnt es sich meines Erachtens nach, darüber nachzudenken, mal ins Meer der Möglichkeiten einzutauchen und einen erfassbaren Teil herauszuzirkeln. Jeder auf der Basis seiner eigenen Inhalte.
Haben nicht große Visionen der Vergangenheit die Zukunft des Menschen gestaltet? Führte nicht die Idee, der Glauben an eine Sache letztendlich zum Wissen darüber?

Was war zuerst: die Vision oder die Zukunft?

Einerseits könnte man sagen, die Vision erschuf im Menschen das Bestreben nach Realisierung! Somit stünde die Vision am Anfang. Andererseits könnte man behaupten, der menschliche Verstand wäre in der Lage gewesen, die Zukunft anhand der Zeichen der Zeit im Voraus beschreiben zu können. Somit stünde die Zukunft am Anfang!
Wie auch immer: letzten Endes bestimmt der Mensch seine Zukunft selbst! Egal, wie herum man sich dieses Phänomen betrachtet, er allein erschafft sich seine Welt!

Nun, das ist keine neue Erkenntnis. Im Grunde genommen ist sich jeder dieses Sachverhaltes tief in seinem Inneren bewusst: Jeder ist seines Glückes Schmied, sagt der Volksmund.
Paradox an der Sache ist allein die Tatsache, daß nur die wenigsten danach handeln. Die meisten Menschen laufen wie Schafe auf der Weide durch ihr Leben, immer auf der Suche nach den saftigsten Halmen. Und wenn der Schäfer pfeift, der Hund hechelt, wird immer schön mit der Herde gelaufen, zurück in den sicheren Stall. Kein Gedanke an ein sich selbst bestimmendes Leben. Das wird allenfalls damit gleichgesetzt, die Freiheit zu besitzen, sich welche Ware auch immer kaufen zu können. Wenn sie zwischen Big Mac und Whopper wählen können, zwischen Sat1 und RTL, zwischen DSDS und dem Eurovision Songcontest. zwischen Spiegel und Stern, zwischen rechts und links, oben und unten, jetzt oder morgen, glauben sie ein selbst bestimmtes Leben zu führen.

Ein glatter Trugschluss, wage ich zu behaupten.

"Wollen Sie das Formular ausfüllen oder soll ich das für sie tun?" war mal eine sehr schlechte Abschlussfrage eines Provisionsjägers, die sehr gut verdeutlicht, was ich oben beschreiben wollte. Ihm ist es egal, welche Entscheidung ich treffe, das Resultat ist dasselbe: Ich zahle! Okay, das sind billige Verkäufertricks aber sie entlarven die Systematik, mit der Produkte verkauft werden: man stellt uns vor eine Wahl! Und wir wählen!
Hinterher fragen manche sich, ob sie das Produkt auch eigenständig gesucht und gekauft hätten.

Wo war die freie Entscheidung?

Hey, 10 Minuten vorher wusste man noch gar nicht, dass man die neue M1304 Version des High-Speed-Mega-Bouncers für rechtwinklig angebrachte Quadrophon-Lighter in der Ruhephase braucht!
Sich das bewusst zu machen, ist für die meisten Wohlstandsjunkies schon offensichtlich ein Ding der Unmöglichkeit.
Doch dies wäre eine winzige Facette des Großen Spiels, die man sich klar machen sollte: das Schaffen von Bedürfnissen! Alles beginnt damit, dass man glaubt etwas zu benötigen! Unsere moderne Marktwirtschaft versteht sich daher blendend auf das Schaffen neuer Bedürfnisse.

An diesem kleinen Aspekt möchte ich meine kleine Vision von einer Zukunft nach dem Großen Spiel anschaulich machen: Man stelle sich vor, die Menschen wären sich über die Tatsache bewusst, daß sie nichts bedürfen! Für unsere Grundbedürfnisse ist bekanntermaßen bestens gesorgt, nur schlecht verteilt! Künstliche Bedürfnisse existieren nicht mehr, da der Mensch sich vom wählenden zum selbst bestimmenden Tier entwickelt hat.
Beim Leben im Einklang mit seiner Umwelt, bedarf es auch keiner künstlichen Bedürfnisse. Wer sollte das Bedürfnis haben, sich mittels solcher künstlicher Dinge zu bereichern, wenn sie ja niemand kauft?
Erfindungen sind sinnvoll und gewinnbringend (nicht nur im monetären Sinne), wonach sie an den "höheren" Ambitionen des Menschen ausgerichtet sein werden. Überproduktionen zur marktregulativen Zwecken gäbe es nicht mehr. Das Anhäufen von Reichtum ergäbe keinen Sinn, denn bei 264 Mio. auf dem Konto stellt sich jeder verständlicherweise die Frage, was es dort bewirken soll? Selbst bei 50 Einheiten einer Währung ergäbe es keinen Sinn, für welches Bedürfnis sollte man denn sparen?
Der Mensch hortet nicht mehr, weil er ohne Existenz des Bedürfnisses niemanden übervorteilen möchte, weil er auch darin gar keinen Sinn sehen könnte. Solidarität bekäme einen ganz neuen, alles umfassenden Begriff. Firmen ließen Menschen arbeiten, um ihnen und sich selbst zum Vorteil zu dienen. Die einzelnen Organe des "neuen Körpers" arbeiten mit- und füreinander. Kein Bedürfnis, sich zu profilieren. Denn wozu auch? Wenn ich nichts brauche, gibt es auch keine Bedingungen, um es zu erhalten! Und wenn andere mir nicht sagen, dass ich dies oder jenes brauche, also Bedürfnisse schaffen, geht es auch niemandem besser im Vergleich zu mir. Somit ist niemand exponiert, anders, besser. Welchen Sinn hätten Anstrengungen hierzu dann? Was würde ich glauben tun zu müssen, um schöne Zeiten zu haben, wenn ich doch den Trugschluss der Bedürfnisse verstanden habe?
Wenn niemand besser ist als ich, größer, mächtiger, und wenn ich nicht meinen "alten" Zwängen der egozentrischen Weltsicht unterliege, also kein Gut aus dem Besitz eines anderen brauche, es also keine Bedingungen gibt, wer soll wen dann be- oder verurteilen? Wofür?
Somit lernt der Mensch seine Welt und Mitkreaturen bedingungslos zu lieben und als Teil des gesamten Organismus zu begreifen, mit ihr zu korrespondieren und nicht einen einzigen Aspekt als minderwertig zu betrachten. Ja, sich selbst als Teil des Gesamtwerkes zu verstehen, das in keiner Weise getrennt von einem selbst existiert. Wenn alle Teile sich als gleichwertig und als Gesamtheit verstehen, wer könnte dann noch über ihnen stehen?
Und wer mir bis hierhin folgen konnte, in dieser gerafften Version meiner Vision, kann das sicherlich auch auf logischer Ebene nachvollziehen. Manche sind sich der Zusammenhänge vielleicht sogar bewusst. Also wissen wir, woran wir erkrankt sind!! Wollen es aber nicht wahr haben!

Ignoranz nennt man so was! Genau betrachtet ist es die Ignoranz seines wahren Selbstes gegenüber. Wenn man sich als losgelösten Teil seines eigenen Organismus betrachtet, daß den wahren Körper ignoriert und unkontrolliert weiter wächst und von ihm zehrt, verhält man sich wie ein Krebsgeschwür!
An dieser Krankheit sterben heutzutage die meisten Menschen. Könnte es da Parallelen geben?

Was hindert uns dann an der Realisierung?

Konzeptionen, die konserviert werden müssen? Autoritäten, die manifestiert sein wollen? Eigenverantwortung, die ignoriert wird, um Schuld und Bedingungen von sich zu weisen, damit man gleichzeitig (be-/ver-)urteilen kann, was unter einem steht, um das Gefühl des Besseren zu erhalten? Zuneigung und Solidarität die an Bedingungen geknüpft sind? Liebe, die mit Besitzstreben verbunden ist? Die künstlichen Bedürfnisse? Die manipulativen Vorgänge in den Hinterzimmern unserer gesellschaftlichen Führungskräfte? Das vorgegebene Nichtwissen, die Ignoranz über diese Zusammenhänge?

Nun, wenn man sie (er-)kennt, als was sie sind, nämlich Aspekte einer Scheinwelt, warum setzen wir dieser Täuschung nicht ein Ende?

Das ist es, was ich meine, wenn ich von einem bewussten nächsten Schritt in der Evolution des Menschen spreche.

Das Große Spiel


Das Große Spiel


Bei Betrachtung der Zeitgeschehnisse lassen sich oft ganz ähnliche Prinzipien erkennen. Gut verborgen in vordergründigen Ereignissen, bewahren sie ihren wahren Gehalt hinter den sprichwörtlichen Kulissen. Und oft begibt man sich in bemerkenswerte Gedankengänge, wenn man näher über gewisse Geschehnisse nachdenkt. Und kaum vorkonditionierte Menschen, offene Menschen, denen kein Gedanke zu schade ist, um zumindest einmal gedacht zu werden, nur die Möglichkeiten überprüfend, stoßen auf erstaunliche, bisweilen beängstigende "Ideen" und Vorstellungen einer verborgenen "Wahrheit".
Einmal ausgesprochen erreichen manche hin und wieder paranoiden Charakter, wobei die jeweiligen im Widerstreit liegenden Argumentateure auch hierüber verschiedener Ansicht sind.

Zum Thema Verschwörungstheorien gibt es im Netz massenweise Information. Verständlicherweise, und in der Natur der Sache bedingt, mal mehr, mal weniger seriösen Ursprunges. Einige Aufdeckungen sind direkt in Verbindung zu bringen mit Aktivisten jeweiliger Organisationen, deren "abstruse Ideen, "paranoide Wahnvorstellungen", "Verschwörungstheorien", "radikale Tendenzen", "staatsfeindliches Gedankengut" oder "aufrührerisches Wesen" der Wahrheit zur Sichtbarkeit verholfen haben.

Und doch umgeben uns immer wieder die immer gleichen Abläufe in den verschiedensten Spielarten unserer modernen Gesellschaft.

Sich in manchen Bereichen einer Manipulation bewusst, scheint es als ergäben sich die Menschen in dieses Schicksal. Vielleicht in der Hoffnung, dass die "Führung" unserer Systeme dem göttlichen Fingerweis einer verklärten Gemeinschaft gleichkommt, wonach nur die vorgeschriebene Richtung einzuhalten ist, um zum Heil zu gelangen.

Unser Musikgeschmack, die Auswahl der Kleidung, die Bestsellerlisten, Nachrichten, Illustrierten, selbst die Wahl des Restaurants oder des Konzertes, der Zeitpunkt Nachwuchs zu bekommen und jede noch so kleine Freizeitbeschäftigung ist schon lange nicht mehr selbst gewählt. Man hatte lediglich die Wahl zwischen verschiedenen Produkten. Frei gewählt, im Sinne von frei erdacht ist längst schon keine Ausdrucksform mehr. Ein paar so genannte Freaks und Outsider mal ausgenommen.

Hier und da gibt es Einsichten in manipulative Vorgänge, oft aber erst, wenn es zu spät ist, als daß man an der Natur der Sache noch was hätte ändern können. Schlimmer noch, daß selbst in der Retrospektive, mit Kenntnis aller Fakten, der Mensch bisher nicht einmal in der Lage war, aus seinem Handeln (oder auch Nichthandeln) zu lernen. Ewig gestrigen Nazis versuchen wir nun schon seit mehr als sechzig Jahren die Stirn zu bieten und selbst in demokratischen Parteien schlich sich hin und wieder bekanntes Gedankengut.

Es scheint immer wieder aufs Neue eine erstaunliche Erfahrung für den Menschen zu sein, instrumentalisiert zu werden. Und das im Laufe der Geschichte mit den verheerendsten Resultaten.
Geschockt steht er vor dem Monster, dem er gedient hatte. Kann es kaum fassen, daß ihm, dem Aufgeklärten, dem Realisten, dem Informierten, dem Gelehrten ein solcher Irrglauben unterlaufen ist.
Sich der gigantischen Maschinerie bewusst werdend, entwirft er neue Ordnungen. Den alten Schrecken unverarbeitet in den Tiefen seiner Windungen verborgen, steuert er sodann nach und nach den gleichen Prinzipien entgegen, die vorher Teil der Gestalt des gefürchteten Monsters waren.

Doch ist es nur eine menschliche Unvollkommenheit, das gleiche Spiel immer und immer wieder zu wiederholen oder steckt "mehr" dahinter?
Gibt es vielleicht treibende Kräfte? Mächte?
Diese Frage haben sich schon eine Menge Menschen gestellt.
Vielleicht ist es von beidem etwas. Das Gedächtnis und die Gedanken des Menschen sind manipulierbar und der Mensch ist sich seines Selbst nur halb bewusst. Sein Ego kennt er sehr wohl, das führt ja zu den meisten Problemen. Aber die Tiefen und Höhen seines Selbst sind für die meisten Menschen noch nicht einmal zu erahnen. Folglich folgt er seinen eher egobezogenen Ambitionen, die Umwelt gern ausklammernd.

Kann es Menschen geben, die sich diesen Umstand zu Nutze machen?

Den Umstand, daß der Mensch, wie er heute existiert, vordergründig egoistisch ambitioniert und somit manipulierbar ist? Daß man somit in der Masse Wahrheiten synthetisieren kann? Daß man ein ganzes Weltbild schaffen kann, das einigen (wenigen) nützt? Daß man ganze Staaten voller wertloser Hollywood-Pappkulissen stellen kann, alle zu Statisten, bloßer Staffage reduziert und alle diese Lüge auch noch mit ihrem Leben verteidigen werden?

Kann man sich das vorstellen?

Eine Beantwortung der Frage an dieser Stelle wäre viel zu weit vorausgegriffen. Ich sprach von Manipulation, also will ich hier keine Haltung oder Meinung vorfertigen, damit würde ich meinem vielgepriesenen SELBERDENKEN nicht gerecht werden.

Denn genau hierin sehe ich eine Möglichkeit, herauszufinden, um welches Phänomen es sich handelt. Ich bin davon überzeugt, daß eine Bewusstwerdung seines Selbst, mit allen seinen Spektren, und darüber hinaus innerhalb der Einheit mit seiner Umwelt, was m. E. nach nur über das Selberdenken möglich ist, eine Wahrheit offenbart, die wir uns heute in unseren kühnsten Träumen (oder Albträumen?) nicht ausmalen können.

Eine der Fragen, die man sich vorher allerdings beantworten sollte, ist: Wessen Spiel spiele ich?

Wer bei oben beschriebenem Denken auf die Idee eines Gottes stößt, denkt heute noch, daß dieser alles in der Hand habe und leite und lenke. Doch dabei vergisst er die Worte seines eigenen Gottes: Daß ER sie nach seinem Ebenbilde erschuf!!
Der Mensch - das Ebenbild Gottes!
Also: WER leitet und lenkt? WER ist Gott?

Und wer könnte sich heutzutage, in Form eines minderbewußt-egoistischen Menschen zum alleinigen Gott aufspielen wollen, um zu Lebzeiten das Paradies auf Erden zu erfahren? Ein wahrer Gott? Oder das verkehrte Antlitz besagter Macht, sein Gegenpart?
Und arbeitete dieser nicht auch mit einer Lüge? Einer verkehrten Wahrheit? War er nicht so listig, das Gute durch Verdrehung zum Bösen zu wenden?
Und wer tut genau das heutzutage? Sind das die verborgenen Kräfte hinter einer Hollywood-Pappkulisse, die ihre Akteure nach eigenem Drehbuch führen? Sehe ich nicht Lug und Trug hinter jedem noch so guten Specialeffect?

Und wer die Frage völlig realistisch angeht, alle Fakten zusammennimmt, kann schnell auf die Gedanken kommen, daß sowohl Wirtschaft, wie Politik oder beide zusammen großes Interesse an einer Idee weltweiter Filmkulissen haben könnte, sich selbst genügend und wuchernd wie ein Krebsgeschwür.

Beweise gab es in der Vergangenheit genug! Wir hatten alles schon einmal, mal mehr, mal weniger technologisch fortschrittlich.
Aber die Prinzipien des Großen Spiels blieben stets die gleichen:
Halte einen Großteil dumm und wiederhole ständig die gleichen Lügen! Beschäftige das Volk und lass ihnen keine Zeit zum nachdenken. Und tun sie es doch, adaptiere sie. Geht das nicht, naja......manche Probleme lösen sich selbst!
Schaffe Probleme und biete Lösungen. Das schafft wieder Unterstützung und lenkt von den Plänen ab. Erarbeite eine lange Kette sich gegenseitig bedingender Abhängigkeiten und die Wohlstandsjunkies tun alles zur Stillung ihres Dranges. Biete hierzu genügend Produkte und sie bringen ihr letztes Hemd.
Verbreite Schrecken und das Volk verteidigt seine Festung. Schaffe Zwietracht und Mistrauen und das Volk verteidigt sich nach Innen und gegen sich selbst.

Und wer kennt sie nicht, die Regeln dieses Spiels?

Wäre es da nicht interessant herauszufinden, wer sie aufstellt?