Von Zeit zu Zeit begegne ich Menschen, über deren starre Haltung ich mich wundere. Und ich rede jetzt nicht von einer Position, von der man überzeugt ist, weil man sich hinreichend damit beschäftigte, sondern von solchen, die bei näherem Nachfragen keine Grundlage liefern können.
Zwangsläufig stellt sich mir dann die Frage, mit welcher Rechtfertigung, auch vor sich selbst, sie zur Verteidigung ihrer "Wahrheit" alle Register ziehen, diese aufrecht zu erhalten?
Oft mangelt es nicht mal an Intellekt, zu begreifen oder zumindest die "gegnerische" Position aufnehmen zu können. Zumindest drüber nachdenken sollte im eigenen Interesse doch möglich sein.
Sind sie so verhärtet und undurchlässig?
Interessant ist auch, welch Selbstbewusstsein an den Tag gelegt wird. Wieder ist hier das Wort "Bewusstsein" versteckt. Bewusstsein, dass meiner Meinung nach auf einer Bewusstheit über einen Sachverhalt basiert, begründet auf Fakten, Erfahrung und analytisch-logischem Denken. Bewusstheit, der somit Wissen vorangeht, das wiederum auf Information basiert.
Wenn nun ein Mensch keine (echten) Informationen zur Verfügung hat, ist das Wissen, das er vorgibt zu besitzen wenig vorhanden oder verwässert mit allerlei ähnlichem Pseudo-Wissen. Und wenn das Wissen anzuzweifeln ist, kann das, worüber die Starrsinnigen sich in Bewusstheit zu wiegen glauben, nur grenzwertig sein. Ist nun die Bewusstheit über einen Sachverhalt dadurch nun sehr mangelhaft, kann das präsentierte Selbstbewusstsein nur falsch, illusionär und selbsttäuschend sein.
Gibt es größere Irrtümer, als ein falsches Bild auf dem jemandes Realität begründet ist?
Es ist davon auszugehen, dass Entwicklung, wie wir sie bisher kennengelernt haben, nur möglich ist, weil alles sich zu jedem Zeitpunkt in einem ständigen Wandel befindet. Ein ständiger Kreislauf, ständige Wechselbeziehungen, ständiger Austausch, ein sich immer weiter drehendes Rad. Das einzig Stete ist der Wandel!
Doch leider scheint es zur Eigenart vieler Menschen zu gehören, sich ihre Fesseln selbst anzulegen, ihre Kerker selbst zu bauen, sich freiwillig in die Gefangenschaft ihrer selbstgemachten Konzeptionen zu begeben, bis sie in völlig degradierter Form nur noch auf die nächste Inkarnation oder den Tod, je nach Glaubensbild, warten.
DAS nennen sie Leben!
DAS nennen sie Freigeist!
DAS nennen sie Querdenken!
DAS nennen sie Kompetenz!
DAS nennen sie Freiheit!
DAS nennen sie Zukunft!
Da ich an den Menschen als solchen glaube, kann mich Starrsinn zur Verzweiflung treiben. Er schmerzt! Denn ich bin mir bewusst, dass eine Entwicklung für diese Menschen, solange ihr Starrsinn existiert, nicht möglich ist! Und es gibt keine Mittel gegen Starrsinn, nur ein einziger kann dagegen was tun: man selbst!
Und da haben wir ja den Salat!!! Man ist sich selbst die größte Hürde, das am schwersten zu zähmende Tier, die größte Bestie, gegen die man kämpfen kann! Wenige wagen sich in diesen am schwersten zu führenden Krieg! Die meisten ziehen es vor, sich selbst im Weg zu stehen in ihrer Entwicklung und diesen Selbstbetrug als Überzeugung zu verkaufen.
Wir leben in einem Informationszeitalter (und das beziehe ich nicht nur auf unsere modernen, elektronischen Medien!!), in dem es ein Leichtes sein sollte, Möglichkeiten zu entdecken, mit denen man sich aus diesem Dilemma befreien kann. Es gibt die verschiedensten Techniken, die Denkprozesse reinigen zu können.
Ja, man sollte mal den Fernseher ausmachen, dieses fürchterliche Manipulationsinstrument, zumindest solange man nicht erkennen kann, was die Wahrheit hinter den Bildern ist.
Und hat man sich selbst erst mal überwunden und ist der ehemals sichere Turm, in dem sich der Kerker befindet, eingestürzt, wartet eine weite, weite Welt, die zu ergründen und mit Leben zu füllen eine ganz neue Qualität gewinnt. Eine kleine Wiedergeburt in offenere Räume und Zeiten.
Und wisst ihr was? Jeder ist dazu eingeladen, niemand anderes, als man selbst, stellt die Regeln auf.
Und niemand anderes, heisst einen dort herzlicher willkommen, als man selbst.
Dann seid ihr WILL-KOMMEN!! Wellcome, well done!
(c) davoice
Freitag, 8. Februar 2008
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